| Fortress USMC M40A3 Schaft |
| Spitfire am 01.01.2008 | |
M40 GeschichteDie Einführung des M40 bei der US Army begann bereits 1966, als während des Vietnam-Krieges beim US Marine Corps (USMC) ein Mangel an Scharfschützengewehren erkannt wurde. Kurzerhand wurde unter der Bezeichnung M40 das Remington Model 40X als Standard eingeführt, wobei sich schnell Schwächen an dem System zeigten. Neben dem verwendeten Zielfernrohr (Redfield 3-9x Variable) gab es auch mit der Haltbarkeit des Holzschaftes Probleme.In den 70er Jahren folgte daher das M40A1, welches neben einem neuen Zielfernrohr (Unertl MST-100 10x Fixed) auch einen McMillan HTG Schaft verpasst bekam, welcher aus Fiberglas bestand und in Woodland Camouflage ausgeliefert wurde. Die Schaftkontur orientierte sich hierbei jedoch noch an dem Vorgänger aus Holz. Die bisher letzten Änderungen an dem M40 System fanden dann Ende der 90er Jahre statt. Neben Lauf und neuerlich dem Zielfernrohr wurde auch der McMillan A1 HTG Schaft durch das modernere McMillan A4 Modell ersetzt. Der A4 Schaft kostet in der USMC M40A3 Konfiguration ca. US$675.00 und zeichnet sich durch folgende Merkmale aus: - Fiberglaskonstruktion - vertikaler Pistolengriff (mit Textur) - parallel abgesetzter Vorderschaftbereich (mit Textur) - längenverstellbare Schaftkappe (Spacer System) - höhenverstellbare Sattelbacke - Daumenhaken am Schaftende - beidseitige Halterungen für QD Riemenbügel Fortress M40A3 SchaftDie japanische Firma Fortress war bis jetzt in Europa weitgehend unbekannt und US$360 für einen Airsoft-Schaft ist nicht gerade eine Okkasion. Die Erwartungen in ihr Produkt lagen daher entsprechend hoch, als sich wenige Tage nach Erscheinen beim Retailer Redwolf Airsoft ein Exemplar in den SASV-Werkstätten wiederfand. Die Lieferung des Fortress Replicas erfolgt in einem schlichten, braunen Karton. Der Inhalt stellt sich aus dem Schaft, einer Anleitung und ein paar Alternativteilen zusammen. Letztere sind nur wichtig, falls man das separat erhältliche 20 Schuss Fake-Magazin installieren wollen würde.Bereits beim Auspacken des Schaftes fällt einem die Verarbeitung auf, welche zwar zufriedenstellend aber nicht umwerfend ist. Der Schaft ist aus zwei Teilen gegossen und man kann recht deutlich den Gussgrat erkennen. Auch bei der Schaftbacke lassen die Kanten zu wünschen übrig. Mit etwas Zeit und Schleifpapier kann man hier jedoch der Unzufriedenheit entgegenwirken. Die Innengewinde für die Feststellschrauben von Schaftbacke und -kappe sind alle aus Messing und sitzen schön im Schaft. Leider findet man keine Informationen zum Material, aus dem der Schaft selbst besteht. Beim Bohren des Loches für eine Harris Zweibein-Öse kam jedoch die Vermutung auf, dass es sich um Resin oder ein anderes Kunstharz handeln könnte. Auch die Halterungen für die Quick Detachable (QD) Riemenbügel sind aus Metal und nehmen verlässlich QD Riemenbügel von G&P und anderen Airsoft-Herstellern auf. Für den Preis hätte man sich ruhig erwarten können, dass ein Paar QD Riemenbügel sowie das 20 Schuss Fake-Magazin mitgeliefert hätten werden können, hierfür verlangt Fortress jedoch noch mal extra. Die Schaftkappe ist über ein Spacer System auf die gewünscht Armlänge einstellbar - simpel und effizient. Die Abstandsscheiben schließen an Ober- und Unterkante nicht bündig mit dem Schaft ab, wodurch für den Perfektionisten die Feile zum Einsatz kommen muss. Wirklich enttäuschend ist die Schaftkappe selbst, da sie nicht wie in den Promotion-Bildern aus Gummi, sondern auch aus Kunststoff besteht, was weder optisch noch funktional etwas hergibt. Die unangenehmste Überraschung bereitet sicherlich der Abzugsbügel mit Magazinklappe. Normalerweise sollte dies ein eigener Teil aus Metal sein (beim Original von der D.D. Ross Company bzw. Badger Ordnance hergestellt), wurde hier jedoch beinhart zusammen mit dem Schaft nachgegossen - ein Zustand der nach Verbesserung schreit. InstallationDie Installation des Schaftes selbst ist denkbar einfach. Das Sun Project M40XB wird lediglich über zwei Schrauben am Schaft befestigt und der Wechsel auf den A4 Schaft ist in wenigen Handgriffen erledigt. Sicherung, Lauf, Abzugseinheit und Magazinschacht passen spielfrei, ein paar Kleinigkeiten gibt es jedoch immer zu bemerken.Die hintere Schraube der Abzugseinheit steht etwas zu weit nach oben, wodurch sie in den Repetierbereich hineinsteht und man nicht mehr Repetieren kann. Mit einem Sprengring oder einem anderen kleinen Distanzstück beim Schraubenkopf ist dies jedoch sofort behoben. Zweite Auffälligkeit ist der Magazinschacht, in den das Magazin etwas zu streng hineingeht. Nachdem das Magazin ein gutes Stück im Schaft versenkt wird, empfiehlt es sich auch hier einmal mehr ein bisschen nachzuarbeiten, damit das Magazin leichter herausfallen kann. FazitNach all den Punkten die im Laufe dieses Reviews bemängelt wurden, kann man wohl nur noch schwer behaupten, dass der Fortress M40A3 Schaft sein Geld wert ist. Fortress hat zwar sichtbar viel Arbeit in die Details gesteckt und dabei auch großteils gute Arbeit geleistet, letztlich hapert es jedoch an der Verarbeitung.Gerade in Zeiten der Airsoftglobalisierung ist es nur eine Frage der Zeit, bis eine chinesische Firma eine bessere Kopie für einen Bruchteil des Preises auf den Markt bringt. Bis dahin ist das Produkt trotzdem innovativ genug um für Bastler und USMC Enthusiasten interessant zu sein, gerade wenn man auf der Suche nach einem Airsoft Replica der besonderen Art ist.
Name: Fortress M40A3 Stock (Sun Project M40XB Version) Hersteller Airsoft Replica: Fortress Hersteller Original: McMillan Größe: 14,2 (H) x 81,4 cm (L) x 4,8 cm (B) Gewicht: 1985 g Preis: 360 USD (RedWolf Airsoft ) Kommentare (0)
![]() Kommentar schreiben
|

















