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Bei dem in Airsoft verwendeten Spielgerät kann man anhand ihres Funktionsprinzips grob zwischen drei Arten von Modellen unterscheiden: automatischen, semi-automatischen und manuellen Airsofts. Jedes dieser Systeme hat seine Eigenheiten und damit verbundene Vor- und Nachteile, welche man vor der Anschaffung eines solchen Modells individuell abzuwägen hat. Daher ist es sehr ratsam sich vor dem Erwerb einer Airsoft intensiv mit deren Technik auseinandergesetzt zu haben und dann später nicht enttäuscht zu werden.
Vorweg sei noch erwähnt, dass es möglich ist alle Arten von Airsofts zu tunen und damit die Schussleistung deutlich zu erhöhen. Vom tunen wird jedoch allgemein abgeraten, solange dies nicht durch eine erfahrene Person gemacht wird, da es ansonsten schnell zu Fehlfunktionen und im schlimmsten Fall zu irreparablen Schäden führen kann. Außerdem gibt es aus Sicherheitsgründen bei jedem Verein höchstzulässige Energie-Limits die eingehalten werden müssen um an deren Veranstaltungen teilnehmen zu dürfen. Wichtig: Es ist unter keinen Umständen technisch möglich oder erlaubt eine Airsoft so umzubauen, dass damit scharfe Munition verschossen werden kann! Bei Verstößen gegen das WaffG 1996 ist der Verein natürlich dazu gezwungen Anzeige zu erstatten. Automatic Electric Gun (AEG) Die AEG ist bei Veranstaltungen das am meisten verwendete Modell, da es das mit Abstand beste Verhältnis zwischen Preis und Spielbarkeit hat. Die erste Firma die AEGs für den Airsoft-Markt produzierte war Tokyo Marui aus Japan, die auch heute noch die Vorherrschaft auf diesem Gebiet innehaben. In den letzten Jahren haben sich zwar weitere Firmen auf diesem Sektor etabliert, es steht jedoch keine von ihnen so sehr für präzise Verarbeitung, einwandfreie Funktion und kostengünstigen Betrieb wie bei AEGs von Tokyo Marui. Daher raten wir auch jedem Neuling beim Einstieg in den Airsoft-Sport auf eine Solche zurückzugreifen. Zur Funktion einer AEG gehört die sogenannte Gearbox. Es gibt mittlerweile allein von Tokyo Marui sieben verschiedene Gearbox-Typen die jeweils dem Gehäuse des nachgebildeten Replicas angepasst wurden jedoch in ihrer Funktion alle gleich sind. Bei Betätigung des Abzugs wird durch einen Gleichstrommotor der meist im Griff sitzt, über ein aus drei Zahnrädern (Bevel-, Sector- und Spurgear) bestehendes Getriebe, ein Kolben (Piston) nach hinten gezogen der dabei eine Feder spannt. Hat der Kolben einen gewissen Wegpunkt erreicht, wird er gelöst und schnellt durch die Kraft der Feder nach vorne und komprimiert somit die im Zylinder befindliche Luft, welche dann mit hohem Druck durch den Lauf entweicht und die in der Kammer geladene Kugel beschleunigt. Im Semi-Feuermodus wird abschließend mechanisch durch einen mit dem Getriebe gekoppelten Hebel (Cut-Off Lever) die elektrische Verbindung zwischen der Stromquelle (Akku) und dem Motor unterbrochen. Mit dem gesamten oben beschriebenen Vorgang, welcher sich in ca. einer Zehntelsekunde abspielt, hat sich ein einzelner Schuss gelöst. Stellt man den Feuerwahlschalter der AEG von Semiautomatik auf Vollautomatik, wird diese Mechanik zur Unterbrechung des Stromkreises deaktiviert und die Airsoft feuert bis der Abzug losgelassen wird und in seine ursprüngliche Position gelangt. Das System der Gearbox hat sich als sehr verlässlich erwiesen mit Schussfolgen von ca. 10-14 Schuss pro Sekunde. Da die Geschwindigkeit der abgefeuerten Kugeln von der stärke der Feder die den Kolben antreibt abhängt, kann bis zum Leerwerden des Akkus mit konstanter Energie geschossen werden und lediglich die Kadenz kann beim Leerwerden des Akkus leiden. Im Gegensatz dazu stehen die GBBs, welche im Folgenden beschrieben werden.    Gas BlowBack (GBB) Bei Gas BlowBacks handelt es sich um ein System bei dem die Kugeln nicht über eine in einem Zylinder komprimierte Luft sondern über Propan-Gas beschleunigt werden. Dieses System wird meist dort eingesetzt, wo kein Platz für ein Getriebe wäre wie z.B. in Pistolen. Der Gastank befindet sich dabei getrennt von den Kugeln meist ebenfalls im Magazin und bei Betätigung des Abzuges schlägt ein Bolzen auf das am Magazin befindliche Ventil welches nach oben hin Gas entlässt. Das Gas, welches über den Verschluss in die Kammer und damit in den Lauf geleitet wird, beschleunigt so die Kugel. Durch einen speziellen Mechanismus im Verschluss wird die Gaszufuhr nach vorne hin nach Abschuss der Kugel blockiert und das Gas zum Repetieren (Blowback) des Schlittens verwendet, welcher hierbei das Ventil schließt und damit die Gaszufuhr komplett unterbricht. Gleichzeitig wird bei diesem Vorgang durch den Verschluss eine neue Kugel in die Kammer geladen und durch den Schlitten der Hammer gespannt, wodurch die GBB unmittelbar für den nächsten Schuss bereit ist. GBBs sorgen durch ihr Funktionsprinzip, welches fast komplett identisch mit dem echter Pistolen ist, für ein Maximum an erreichbarem Realismus und sind daher auch der größte Spaß zum schießen. In der Praxis sind GBBs jedoch AEGs deutlich unterlegen, da sie üblicherweise nur semiautomatisch schießen können, durch die kurze Lauflänge unpräziser sind und das Gas, abhängig von der Umgebungstemperatur, in dessen Leistung stark fluktuieren kann. Daher werden GBBs bei Airsoft von professionelleren Spielern hauptsächlich als sogenannte Side-Arms bzw. Back-Ups verwendet, da sie durch ihre sehr kompakte Größe zusätzlich zu einer AEG oder MASG getragen werden können. Davon eine GBB als primäres Spielgerät zu verwenden wird jedoch abgeraten.   Non BlowBack (NBB) Eine eigene Art von gasbetriebenen Airsofts sind Non BlowBacks. Sie sind vom Aufbau ähnlich dem GBBs und dieses System kommt ebenfalls fast ausschließlich bei Pistolen zur Anwendung. Es gibt jedoch entscheidende Unterschiede, welche NBBs preiswerter und spielbarer als GBBs machen aber unter Einbuße von Realismus. Das Nachholen von Kugeln aus dem Magazin erfolgt bei NBBs nicht über einen automatisch repetierenden Schlitten, sondern über einen beweglichen Lauf der sich bei Betätigung des Abzuges nach hinten bewegt. Außerdem befindet sich der Gastank üblicher Weise nicht im Magazin, sondern im Griff selbst wodurch Gas an der Airsoft selbst nachgefüllt werden muss. Da kein Gas für den Repetiervorgang benötigt wird, sind NBBs deutlich effizienter in der Ausnutzung ihres Gasvorrates und damit auch günstiger im Betrieb. Gleichzeitig erreichen die Kugeln meist höhere Geschwindigkeiten als bei GBBs da ein einfacheres System weniger anfällig für Gaslecks ist. Obwohl diese Art von Airsofts günstiger ist und über weitere Vorteile verfügt, sind sie am Spielfeld nur selten anzutreffen, da die meisten Spieler aufgrund ihres höheren Realismusgrades letztendlich doch GBBs bevorzugen. Aus diesem Grund ist auch das Spektrum an Aftermarket-Produkten für NBBs sehr beschränkt. Wie bei GBBs ist auch bei NBBs davon abzuraten, sie als primäres Spielgerät zu verwenden.  Manuell AirSoft Gun (MASG) Unter manuellen Airsofts versteht man Modelle, die vor jedem Schuss per Hand gespannt werden müssen was auch auf sehr billige Modelle, wie man sie beispielsweise auf Jahrmärkten oder in Waffengeschäften oft zu kaufen bekommt, zutrifft. Da diese Airsofts jedoch in keinem Fall spielfähig und für professionelle Airsoftspieler nicht interessant sind, werden sie hier nicht weiter erläutert. Modelle die jedoch gerade für professionelle Spieler interessant sind, sind Replicas von Scharfschützengewehren die von ihrer Funktion als manuelle Repetierer ausgelegt sind. Hierbei wird durch zurückziehen des Verschlusses die Feder mit dem Kolben im Inneren des Zylinders gespannt und beim nachvorneschieben eine Kugel aus dem Magazin in die Kammer geladen. Bei Betätigung des Abzuges wird der Kolben gelöst, die Luft im Zylinder komprimiert und die Kugel durch den Lauf beschleunigt. Um einen weiteren Schuss abgeben zu können muss dieser Vorgang von Hand wiederholt werden. Wie bei echten Scharfschützengewehren spielt auch bei ihren Replicas Präzision und die Energie der Kugeln eine sehr große Rolle. Daher sind diese Modelle nicht nur in ihrer Anschaffung bereits teurer als andere Arisoft-Modelle, sondern es kommen noch sehr hohe zusätzliche Kosten für Tuning und weitere Ausrüstung wie Zieloptiken dazu. Ungleich einer AEG oder einer GBB die out-of-the-box bereits spielbar ist, macht es bei manuellen Repetierern erst Sinn sie aufs Spielfeld zu führen wenn sie überlegen funktionieren, da der Spieler ansonsten keine Chance gegen Spieler mit vollautomatischen AEGs oder semiautomatischen GBBs hat und schnell frustriert vom Spielfeld weicht. Bei manuellen Repetierern gibt es auch die Möglichkeit, den Antrieb der Kugel mittels Gas statt Feder zu erreichen, wobei dies keinen Unterschied im Handhabungsvorgang macht. Gas hat wiederum den Nachteil der Inkonsistenz der Leistung in Abhängigkeit von den Umgebungstemperaturen was sich natürlich dramatisch auf die Präzision ausschlagen kann. In den letzten 2 Jahren haben sich jedoch zunehmend auch professionellere Gas-Modelle entwickelt zu denen man mittlerweile beruhigt greifen kann, wenn man die körperliche Anstrengung des Federspannvorganges scheut. Diese Art von Airsofts erfordert eine eigene Art in das Spiel zu gehen, welche sehr viel Erfahrung und Können voraussetzt, was Neulinge in der Regel nicht haben. Auch wenn diese Airsoft-Gattung einen besonderen Reiz auf die meisten Spieler ausübt, raten wir stärkstens davon ab ohne dem nötigen technischen Wissen und Können sich ein solches Modell zu kaufen.   
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