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Marathon T-SAR Uhr
Spitfire am 05.01.2008
 Marathon T-SAR TSAR H3 Review

Geschichte

Ende der 1990er Jahre beauftragten die Canadian Armed Forces (CAF) die Marathon Watch Company mit der Entwicklung einer Automatik-Uhr für ihre Search and Rescue Technicians (CAF SAR-Techs), die auch den härtesten Bedingungen widerstehen konnte. Die ersten Prototypen wurden beim SAR-Klettern & -Abseilen, -Tauchen und -Schießen getestet und mussten dabei Salznebel, Temperaturen von -45°C bis +60°C und andere Extreme überstehen.


Das Ergebnis war die Marathon SAR, welche im November 2001 unter der offiziellen Bezeichnung "Watch, Wrist, Diver, 30ATM" an das kanadische Verteidigungsministerium und von dort aus weiter an die CAF SAR-Techs sowie Navy Taucher ausgeliefert wurde. Kurz darauf schaffte es diese Uhr auch zu den US Armed Forces, was Marathon den nötigen Ansporn gab um seit damals weitere Versionen dieser einmaligen Tool Watch herzustellen.

Mittlerweile gibt es neben der ursprünglichen SAR-D (Dive) vier weitere Versionen: die G-SAR (Government), C-SAR (Chronograph), J-SAR (Jumbo) und T-SAR (Tritium), wobei letztere im Folgenden genauer unter die Lupe genommen wird.

Marathon T-SAR

Zuerst die wichtigsten technische Spezifikationen:

- 300 m wasserdicht (30 ATM / 1000 ft)
- 2,8 mm dickes Saphierglas (extrem kratzfest)
- Gehäuse aus rostfreiem und antimagnetischem 316L Stahl
- Tritium-Leuchtelemente auf Zeigern und Zifferblatt
- hochwertiges ISA Quartz Uhrwerk (Swiss Made)
- 120-Klick Taucherlünette (unidirectional CCW)
- Abmessungen: 48,2 mm (H) x 45,8 mm (B) x 13,9 mm (T)
- Gewicht: 86 g (ohne Uhrenband)

Geliefert wird die T-SAR in einer einfachen und stilvollen Schachtel, in der sich neben der Uhr selbst und dem mitgelieferten Kautschuk-Armband eine kurze Anleitung befindet. Auf den ersten Blick sieht die Verarbeitung perfekt aus, daher nun der Blick ins Detail.


Gehäuse

Das Gehäuse ist aus einem Stück hochwertigem 316L Stahl (rostfrei und antimagnetisch) gefräst, weshalb es entsprechend massiv und robust wirkt. Die Oberfläche erscheint in einem matten, gebürsteten Finish, was edel und nicht nach einer typischen Militäruhr aussieht. Der Abstand der Hörner beträgt 20 mm, wobei 22 mm wie bei Traser-Uhren angemessener gewesen wäre. Gerade bei einer Gesamthöhe von 13,85 mm würde ein extra breites Band durchaus zum Tragekomfort beitragen.


Auf der rechten Seite befindet sich gut geschützt die Krone, deren Oberfläche zur einfacheren Handhabung kreuzgerändelt ist. Wie bei hochwertigen Taucheruhren üblich, kann die Krone nicht einfach aus dem Gehäuse gezogen werden, sondern verfügt über ein Gewinde (mit Dichtungsring), welches zuerst aufgedreht werden muss.


Auf der Rückseite befinden sich alle wichtigen Informationen zu technischen Eigenschaften und Herkunft der Uhr wie Bezeichnung, NATO Nummer, Strahlenwert, Produktionsjahr und Seriennummer.


Das Uhrwerk selbst befindet sich in einem zusätzlichen Kunststoffgehäuse, das vor allem einem Schock durch äußere Einwirkungen entgegenwirken soll. Gleichzeitig wird dadurch auch das Uhrengeräusch eingedämmt, was die T-SAR zu einer sehr leisen Uhr macht.

Anzeige

Das matt-schwarze Ziffernblatt verfügt über eine 24 Stunden Anzeige und gehört zu einem der absoluten Highlights dieser Uhr. Die zwölf Markierungen der Stunden sind durch Tritium-Gas gefüllte Glasröhrchen ersetzt, was die Anzeige selbstleuchtend und damit auch bei absoluter Dunkelheit sehr gut lesbar macht. Die gleichen Leuchtelemente befinden sich auch auf Stunden- und Minutenzeiger, wobei der Sekundenzeiger lediglich mit fluoreszierender „Maraglo“-Farbe ausgestattet wurde.


Die Datumsanzeige befindet sich wenig störend zwischen 4 und 5 Uhr und auch die restlichen Ziffernblattbeschriftungen (Hersteller, Wasserdichtheit, etc.) sind sehr zurückhaltend gestaltet und lenken nicht von den funktionsrelevanten Markierungen ab.

Lünette

Hauptverantwortlich an dem sehr massiven Aussehen der T-SAR ist sicherlich die 5,5 mm hohe Taucherlünette. An dieser Stelle darf man nicht vergessen, dass die T-SAR mit dem Hintergedanken an extreme Umgebungsbedingungen und Unterwasserszenarien entwickelt wurde, was daher eine leichte Bedienung auch mit Handschuhen erfordert.


Die Lünette lässt sich sehr leicht und wie es sich gehört nur gegen den Uhrzeigersinn drehen (120 Klicks), um bei Berechnung der Tauchzeit keine ungewollte Verlängerung zuzulassen. Die Markierungen sind leicht nach innen versetzt und wie auch schon beim Ziffernblatt im schlichten schwarz-weiß Kontrast gehalten. Die Nullposition ist durch ein Dreieck mit Maraglo-Farbe ersetzt, wobei wie schon beim Sekundenzeiger ein Tritium Inlet nicht geschadet hätte

Praxiseinsatz

Kernfeature der Marathon T-SAR sind sicherlich die selbstleuchtenden Tritium Gaslichtquellen. Das Leuchten der Zeiger und am Zifferblatt ist stark genug um gerade in den schlechtesten Lichtsituationen die Zeit schnell ablesen zu können. Bei einer Halbwertszeit des Tritiums von ca. 12 Jahren braucht man sich aber auch keine Gedanken über die Dauerhaftigkeit dieses Features machen.


Die T-SAR ist weder eine kleine noch leichte Uhr, dennoch ist sie mit dem richtigen Armband sehr angenehm zu tragen. Das mitgelieferte Kautschuk Armband erfüllt grundsätzlich die meisten Wünsche, durch das 2-Piece Design ist jedoch beim Bruch einer der beiden Dorne die Uhr meist verloren (gerade Unterwasser). Wer nach besonderem Komfort und der extra Sicherheit sucht, ist daher mit den extrabreiten Bändern wie beispielsweise dem Tactical Watch Band von Blackhawk Industries [Link] gut beraten. Besonders stilvoll sind natürlich auch Taucharmbänder der Firma Maratac, mehr dazu jedoch im Traser P6500 Review.

Die Lebensdauer der Batterie beträgt übrigens ca. 2 Jahre und die Genauigkeit der Uhr ist von Marathon mit einer maximalen Abweichung von +/- 0,7 Sekunden pro Tag angegeben. Wer also zu spät kommt, kann die Schuld nicht der Uhr geben.

Fazit

Bei der Marathon T-SAR handelt es sich um eine kompromisslose Tool Watch, die sich nicht versucht am Handgelenk zu verstecken. Die Verarbeitung ist bis ins kleinste Detail absolut hochwertig und mit dem richtigen Armband ist das taktische Aussehen perfekt. Gleichzeitig ist diese Uhr selten genug um auch den Individualisten in uns besonders anzusprechen.

Wer also seine Airsoft Ausrüstung hochwertig ergänzen will, trifft mit der Marathon T-SAR sicherlich keine schlechte Wahl. Frei nach dem Geardo-Credo gilt auch hier einmal mehr: "to wear it is the action".

 Marathon T-SAR TSAR H3 Review

Name: Marathon T-SAR
Hersteller: Marathon Watch Company
Größe: 48,2 mm (H) x 45,8 mm (B) x 13,9 mm (T)
Gewicht: 86 g ohne Uhrband / 112 g mit Maratac Zulu Uhrband
Maratac Bänder: County Comm, Broad Arrow
Preis: 425 USD
Kommentare (4)Add Comment
...
geschrieben von AppleFan, 23.02.2008, 03:16
cooles teil!!!
...
geschrieben von TM, 25.03.2008, 19:52
Hallo zusammen,
tolle Beschreibung zu einer wirklich empfehlenswerten Uhr!
Gru TM
Marathon T-SAR Video Review
geschrieben von iWiLL, 27.04.2009, 11:30
...
geschrieben von iWiLL, 27.04.2009, 13:10
Von Maratac sind zwei neue Uhrbänder erhältlich.

Einmal das Maratac Silicone Rubber Band, ein Uhrband aus Silikon, ähnlich wie das mitgelieferten Kautschuk-Armband, aber etwas weicher und mit einem Schnellverschluss (und natürlich ist das Band in verschiedenen Farben erhältlich).

Und als zweites das Maratac S-Series Zulu Band, diese Band ist eine Variation des schon erwähnten Maratac Zulu Watch Straps, nur mit einem markanten Streifen in der Mitte.

Zu finden bei CountyComm.

Maratac Silicone Rubber Deployment Watch Bands


Maratac S-Series Zulu Watch Straps

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