| Das Bangkok Komplott |
| Deegan am 27.06.2007 | ||||||
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Phuket, Montag Nachmittag, 01.01.2007 Ich erwachte, als eine Ansage aus dem Cockpit kam, von der ich kein Wort verstand und dann begann das Flugzeug mit dem Landeanflug. Ich sah aus dem Fenster und meine Augen erblickten viel Dschungel, der sich bis zum Meer erstreckte. Im Meer standen dann vereinzelt kleine Felsinseln.
>>Sir, würden Sie sich bitte anschnallen?<< sagte die
Stewardess freundlich Ich ließ den Morgen nochmals Revue passieren. Nit hatte mich sanft 3 Stunden vor dem Boarding geweckt und wir hatten noch genug Zeit, um gemütlich im Restaurant zu Frühstücken. Danach wartete schon das Taxi und brachte Nit zu ihrem Appartement und mich im Anschluss zum Flughafen. Der Taxifahrer bekreuzigte sich, als wir an der Stelle vorbei fuhren, an der wir am Vorabend den Knall miterlebt hatten. Er erklärte Nit, dass es sich um einige Bombenattentate auf die Regierung handelte. Ich verabschiedete Nit und versprach ihr, sie wieder zu besuchen. Wir drückten uns eine Weile bis ich wieder ins Taxi stieg. Nit winkte mir noch, bis das Taxi abbog und wir uns aus den Augen verloren. Kurz danach vibrierte mein Cell-Phone und ich erhielt eine SMS von Nit: Pass auf Dich auf. War ganz lieb, dass Du mich besucht hast. Auf bald, Nit. Wenig später befand ich mich am vereinbarten Soi Bangla, in Patong, ich war also am Treffpunkt. Meine Hand hielt eine kühle Dose Cola Light. Mein Blick war auf die noch leere Bühne direkt an meinem Tresen gerichtet. Der penetrante Gestank aus einem der Gullideckel auf der gegenüberliegenden Strasse brachten die vorbeigehenden Menschen dazu, sich die Hand vor die Nase zu halten und die Augen zu verdrehen. Direkt neben dem Gullideckel stand ein etwa 15 jähriges Mädchen in einem knappen Minirock vor einem Campingtisch, auf dem sich ein Gaskocher befand. Sie verkaufte thailändische Fleischbällchen. Die kühle Cola mit dem etwas aluhaltigen Geschmack lief mir prickelnd über die Zunge. Meine Haare waren etwas zerzaust von der Chopperfahrt zu der besagten Bar. Auf Phuket leiht man sich am besten einen kleinen Roller oder gleich eine dicke Kiste, denn der Verkehr ist mit einem Auto zu nervenaufreibend. Die Preisunterschiede sind minimal. Dieses mal hab ich mich für einen Chopper entschieden. Ich kam mir schon in der Früh nach der erholsamen Nacht vor wie Arnold und der Gedanke, bei dem rent-a-bike Fidschi diesen fiesen, schwarzen Chopper zu mieten, gab mir direkt einen Adrenalinschub, der den Satz: „ich nehme die da“ ausgelöst hat! Die Kiste machte richtig Spaß. Das letzte Mal hatte ich soviel Spaß, als ich wie Miami Vice in Dubai mit einem geliehenen Lamborghini durch die City cruiste. Das Licht der roten Scheinwerfer strich über den abgetretenen Boden der Bar. Die Musik wurde langsam lauter und ich nahm so langsam das Lied war: „These Boots are made for walking“ von Nancy Sinatra. Für einen kurzen Moment hatte ich ein Grinsen auf meinen Lippen. Ich kannte den Song aus einer Disco in Palma de Mallorca. Mein Kopf bewegte sich schlagartig nach rechts und ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als eine junge schlanke Schönheit meine Schulter streifte und auf die Bühne stieg. Ihre Hände umklammerten das Mikrofon und ihr Körper bewegte sich jetzt rhythmisch zur sanften Musik. >> Sawatdee kha << sagte ihre zarte Stimme in das Mirkofon. Danach noch etwas auf Büroklammer. Die langen, schwarzen Haare berührten fast den Boden, als sie sich nach vorne beugte und das Kabel entwirrte. Die anderen Bandmitglieder stiegen auf die Bühne und stimmten ihre Instrumente.
Es wurde einen Moment lang
schattig, bis ich registrierte, dass sich neben mir ein Mann aufbaute, der so
imposant riesig war wie ein Bär.
Der Bass setzte nun ein
und die anderen Musiker spielten so nach und nach mit. Mittlerweile war die
Musik so laut, dass ich den Bass in meiner Brust spürte, wenn die Band „Another
Brick In The Wall“ spielte. Ich trank den Rest meiner Cola Light. Zum Schluss
machte ich ein gurgelndes Geräusch. Nicht,
dass jemand im Margaritas darauf geachtet hätte. Die anderen Gäste waren noch
viel zu sehr damit beschäftigt, sich durch das Mammut-Essen zu arbeiten, das
ich gerade hinter mir hatte. Steve stand auf und gab mir zu verstehen dass er das
Auto holte.
>>Willst Du die nicht abhängen?<< fragte ich, als ich die
Beifahrertür öffnete.
Ich warf einen Blick aus
dem Seitenfenster und registrierte die Schönheit des Tropenwaldes, untermalt
mit dem lauten Dröhnen des Motors.
Irgendwann erreichten wir
das Sandbett und Steve stoppte das Auto in Meeresnähe. Wir stiegen aus und die
plötzlich herrschende Stille war wie ein Schlag aufs Ohr.
Wenig später setzte Steve die Segel und der Katamaran nahm Fahrt auf. Nach
einigen Seemeilen zogen mehr Wolken auf, was zu einer grandiosen Stimmung
beitrug. Sonne, Meer und Sand hatte ich in Mallorca auch, aber diese fremde Kultur, die höflichen Thais und die ferne Stimmung kitzelten Glücksgefühle aus mir hervor. Ich war fast 9000 Kilometer weit geflogen, um uns von unserem Business zu erholen und obwohl es mich fast in Fetzen gerissen hätte - es war zweifellos richtig gewesen, hierher zu kommen. Mich überkam wieder dieses angenehme und geborgene Gefühl. Dieses mal verdrängte ich es nicht, denn ich wusste, wie ich es zu deuten hatte. Zum ersten mal in meinem Leben fühlte ich, dass ich in dieser völlig anderen Welt Zuhause war. Kommentare (5)
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geschrieben von Saskia, 27.06.2007, 01:39
bist Du narrisch, vergi ned das des doch die Salzburger san. Der is doch blo a Vermittler. Schmatzal, Sassy
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