| Slowakei Juni 2006 - Mashtoor Oilfields |
| Deegan am 08.07.2006 | ||||
Allein diese Randinformationen haben Teile des SASV sofort animiert alle aktuellen Pläne zu verwerfen um an dieser Veranstaltung teilnehmen zu können. Wir freuten uns zu hören, dass ein Team in Oliv, das andere in desert/beige dieses 60 Stundenspiel bestreiten wird. Das macht die ganze Sache übersichtlicher und vor allem sicherer. Man erkennt sofort wer im eigenen Team ist und wer nicht. Man muss keine lästigen, farbigen Bändchen am Oberarm tragen welche die Teamseite kennzeichnen, diese trägt nach kurzer Zeit sowieso keiner mehr, da sie früher oder später, absichtlich oder ungewollt verloren gehen. So kam es also dazu, dass Sixbladeknife eine Urlaubsvertretung mobilisierte, iWiLL das SASV’o mobil für einen Roadtrip klar machte und Deegan kurzerhand aus seinem Domizil in Spanien einflog. Die Lage des Spielareals zwang uns förmlich durch die Tschechei zu fahren. Mit dem Zeigefinger auf der Karte starteten wir hochmotiviert in Salzburg. Doch die Euphorie stoppte gänzlich unerwartet noch in Österreich vor der Grenze nach Breclav… "Grenzen die im Atlas mit einem Kreis [GRAFIK] gekennzeichnet sind, unterliegen bestimmten Öffnungszeiten." "Danke Papa, dann können wir die Nacht vor der Grenze verbringen." Wie gut, dass der SASV in der Lage ist, in völliger Dunkelheit ein PVS14 von einem NVM14 unterscheiden zu können. Jedoch beim Kartenlesen die Legende nicht finden kann. Der Grenztschech lies uns auch nicht den Schranken passieren, als wir ihm mit Händen und Füßen erklärten, dass "ein Freund" 3 km hinter der Grenze Geburtstag feiern würde. So kam es also dazu, dass wir die erste Nacht noch in Österreich verbracht haben. Wir schlugen 50 Meter von der Grenze unser kleines Lager auf und warfen uns kurzerhand auf die Feldbetten. Wir waren jedoch nicht allein… Am frühen Morgen machten wir die ersten unangenehmen Erfahrungen mit den tschechischen Moskitos. So wurde insbesondere Deegen – der dritte Zug Kampftruppe - Metzger unsanft geweckt. Es wimmelte nur so von Moskitos unter dem freien Himmel und ein verstecken im Schlafsack war für Deegan unmöglich, da er im XTremeCold-Norway Schlafsack kampierte. Sofort schossen uns die traumatischen Bilder von Hänna's Rücken beim letztjährigen Airsoft Event in der Slowakei durch den Kopf. "Werden wieder so viele Mücken da sein?" Von psychosomatischem Juckreiz befallen rollten wir gegen 6:10 Uhr über die tschechische Grenze in Richtung Slowakei. So kamen wir mit einer Nacht Verspätung zum per SMS vereinbarten Treffpunkt, wo uns Budo von den Slowaken den Weg zu unserer Camping-Area mitten in einem riesigen Militärstützpunkt zeigte (Danke nochmals an dieser Stelle). Nach einem kurzen englischen Briefing warfen sie uns kurzerhand mitten in die Action. 10 Minuten später fanden wir uns bereits komplett bepackt (die halbe Gear im Auto vergessen) auf der Ladefläche eines Pick Up's wieder. Diesmal auf dem Weg zum Spielgelände in das Herz des Übungsplatzes - Die 60 Stunden konnten beginnen. Die Stimmung war gigantisch, als der Pick Up über die staubigen Strassen bretterte und eine imposante Sandwolke hinter sich her zog. Auf der staubigen Ladefläche saßen wir locker auf dem Blech oder hielten uns am Überrollbügel fest. Hier wurde uns zum ersten Mal so richtig bewusst, wo wir hier waren… Was für eine Location!! Sand, dichte Wälder, Gebäude, Türme, Bunker und das alles geprägt von einer weitläufigen Landschaft zierte unsere Wiley-X und Oakleygläser. So starteten wir also in einer Patrouille um Gegenspieler zu lokalisieren in die erste Mission. Unsere Aufgabe war es das imaginäre Mashtooristan von seiner Besatzungsmacht zu befreien und unser Trupp sollte die Speerspitzte dieser Befreiungsfront bilden. Während der Großteil unserer Gruppe schnell in Kampfhandlungen verwickelt wurde, schlug sich der SASV erstmal im Dickicht mit mehreren MRE’s den Bauch voll. Kurze Zeit später forderten unsere Slowakischen Freunde über Funk Verspätung ..ähh Verstärkung an. (wir kamen dann auch – mit Verspätung ;-) "What's up with Austria! We tried to contact you on the radio!" "Enemy, 200" brüllte einer in der Ferne… wenige Sekunden später ging die Action los. So kamen wir als unterstützendes Backup genau im richtigen Moment. Wir wurden Teil des ersten, gigantischen Szenarios: Ein Angriff beider Teams über offenes Feld, unterstützt von einem gepanzerten Vehicle. Hier mussten wir schmerzhaft feststellen, dass die ÜBAX Rauchgranaten nicht einmal eine Entenfamilie verstecken könnten. Aufgrund der hohen, feindmässigen Überzahl wurde unser mutiger Fronttrupp bald zurückgeschlagen und wir konzentrierten uns auf unsere Primärziele: Das Sichern der drei Ölfelder. "Diesmal feiern wir keinen Kindergeburtstag" schrie Deegan und stürmte mit einer Horde von wie-hiess-unsere-Seite-doch-gleich? zum ersten Bohrturm. Die Kommunikation war hervorragend und fand auf Englisch statt. Die tschechischen, polnischen und insbesondere slowakischen Freunde waren größtenteils Mehrsprachig. Schnell waren die Bohrtürme gut organisiert gesichert. Ein Verlust der Ölfelder war nicht anzudenken, wir waren überzeugt mit 60 Mann verteilt auf 3 Bohrtürme eine nicht einnehmbare Stärke zu bilden, so dachten wir zumindest. Als wir kurz darauf den Mund nicht mehr schließen konnten, lag es vermutlich daran, dass aus der Ferne eine riesige Staubwolke rasch näher kam:
"unbelivabel... is that thing in the game,....??? ENEMY BMP 500!! "
Kurz darauf die ersten Feindkontakte aus allen erdenklichen Himmelsrichtungen. Wir wurden in einer riesigen Zangenbewegung in die Mangel genommen. Wir schafften es noch die 3 Bohrtürme für mehrere Stunden zu halten, bis einer der BMPs einen Nahangriff durchführte. Ein gegnerischer Späher hatte vermutlich erkannt, dass wir keine RPG im Feld hatten. Wir wurden daher ausgesandt um von sympathisierenden Zivilisten (LARP-Spielern) in Nähe des Kasinos LAW's & RPG's am Schwarzmarkt zu erwerben. Ja, Omegablack hatte wirklich an alles gedacht. An das Spielgelände angrenzend gab es eine "Zivil-Zone", in der es ein Kasino, Duschen, zu Essen und zu Trinken gab. Bezahlt wurde dort mit Mashtoorischen Rupees einer MilSim Währung. Jeder Teilnehmer erhielt zu Spielbegin 100 Rupees Sold. Indem wir alle etwas von unserem Geld für das nötige Panzerabwehr-Equipment zusammenlegten, konnten wir zwei LAWs von den Einheimischen erstehen. So waren wir für die Nacht vorerst gegen Panzer gesichert. Zwischenzeitlich hatten wir an die gegnerische Seite noch am frühen Abend den ersten und nach Anbruch der Dunkelheit auch einen zweiten Bohrturm verloren. Die Dämmerung brach heran, und die beiden Teams bereiteten sich auf eine lange Nacht vor. Erst hier fiel uns zum ersten Mal die hohe Anzahl an Mücken auf… Fast wie im letzten Jahr, nur waren sie diesmal nicht so aggressiv. Die Nacht verlief relativ ruhig. Der SASV sollte in der völligen Dunkelheit als Sonderkommando versuchen die Ölfelder wieder einzunehmen. Diese anspruchsvolle Aufgabe endete mit einer spektakulären Gefangennahme. Gut dass Johannes – der leuchtende Christbaum - iWiLL rethorisch so gewieft ist, so schafften wir es, dank ihm, noch in den frühen Morgenstunden in die Feldbetten. Wir krochen in die Schlafsäcke und genossen noch kurz die Stille, bis uns die Augen von alleine zu fielen… Am nächsten Morgen wurden wir schockartig von einem dumpfen Donnern aus dem Schlaf gerissen "was zur Hölle… scheiße, da rast ein Panzer auf euer Zelt zu…" hörten wir iWiLL von neben an rufen. Dass die 300 Meter lange, schnurgerade Sandpiste, an deren Ende wir unser Zelt aufgestellt hatten, als Rennstrecke für Kettenfahrzeuge diente ist uns beim Zeltaufbau nicht in den Sinn gekommen. Sekunden später donnerte der Panzer mit Vollgas drei Meter neben unserem Zelt vorbei und hinterließ uns in einer gewaltigen Wolke aus Sand und Dieselruß. Eine viertel Stunde später saßen wir alle hellwach beisammen und frühstückten eine Kleinigkeit. "Was für ein Wecker, so schnell war ich noch nie in meinem Leben aus einem Schlafsack geklettert." Auf dem Schießplatz, an dessen Ende wir unseren Campingplatz hatten, befanden sich zwei verrostete Stahltürme, welche etwa eine Höhe von 80 Metern hatten. Frisch und gestärkt durch das Frühstück ließ uns ein Gedanke nicht mehr los: Was für eine Aussicht muss man wohl von da oben haben? Ohne lange zu Zögern machten wir uns daran die dünne Leiter an der Außenseite des noch intakten Turmes empor zu steigen. Dass der Turm schon seit langem seine beste Zeit hinter sich hatte ließ sich trotz eigener Mutzusprache nicht leugnen. Der starke Rost und die verbogenen und teilweise sogar durchschossenen Stahlträger zeugten vom Zahn der Zeit.
Blick auf den gegenüberliegenden zweiten Turm, rechts im Hintergrund das Spielgelände
Im Anschluss widmeten wir uns wieder dem Spielgeschehen, welches uns noch in mehrere aufregende Spielsituationen brachte von denen wir noch lange erzählen werden. Ich denke von hier an sagen die Bilder in der Galerie mehr als Worte. Was uns gefallen hat und was nicht: Plus: Top organisierte Veranstaltung professionelle Teilnehmer gute Missionen fairstes Teamplay welches wir je bei einer großen Veranstaltung erleben durften Minus: Wir vermissten ein Lowcap-Magazin Reglement, wobei wir nachvollziehen können, dass dies bei einer so großen Veranstaltung nur schwer realisierbar wäre. Das Gelände war teilweise sehr weitläufig und damit für AEGs nicht sehr geeignet.
Kommentare (2)
![]()
Mashtoor Oilfields
geschrieben von Deegan, 23.05.2007, 22:33
Gigantisches Event. Das nchste mal tritt der SASV geschlossen auf :-)
Kommentar schreiben
|
||||























